Notariat - Wilkommen in der Anwaltskanzlei Naue

Das Amt des Notars und der Notarin

Notarinnen und Notare sind Träger eines öffentlichen Amtes. Sie werden vom Staat ernannt, sorgen für die Beurkundungen von Rechtsvorgängen und betreuen den Bürger bei schwierigen und folgereichen Rechtsgeschäften. Sie beraten und belehren die Parteien und helfen bei der Formulierung von Verträgen.

Notare sind qualifizierte und erfahrende Juristen. Durch ihre Unabhängigkeit vom Staat und Auftraggeber sichern sie auch dem unerfahrenen Bürger sein Recht.

In Westfalen gibt es das sog. Anwaltsnotariat. Das bedeutet, Anwaltsnotarinnen und Anwaltsnotare üben das Notaramt neben Anwaltsberuf aus. Sie haben deshalb gegenüber dem Rechtssuchenden zu klären und klar zu stellen, in welcher Funktion und Berufsausübung sie Ihnen gegenüber tätig sind. Ein Anwalt darf nicht gleichzeitig in derselben Angelegenheit als Notar tätig sein. Umgekehrt dürfen Notarinnen und Notare in einer Angelegenheit, die sie in ihrer Funktion als Rechtsanwalt begonnen haben, keine Beurkundungstätigkeiten als Notar bzw. mehr entfalten.

Rechtsanwälte können erst dann zu Notaren bestellt werden, wenn sie mindestens fünf Jahre als Rechtsanwalt tätig waren. Sie müssen besondere Qualifikationen nachweisen.

Notarinnen und Notare leisten eine wichtigen Beitrag zum reibungslosen Funktionieren des Gemeinwesens. Sie sind sachkundig, unabhängig und neutral. Ihre Urkunden beweisen noch nach Jahrzehnten die getroffenen Vereinbarungen. Auch die für die staatlichen Register (Handelsregister, Grundbuchregister und Vereinsregister) zuständigen Stellen verlassen sich bei ihren Eintragungen auf die Richtigkeit notarieller Urkunden.

Neben ihrem hohen Beweiswert kommen notariellen Urkunden aber auch eine Warnfunktion zu. Vor bedeutenden Entscheidungen, wie z. B. einem Hauskauf, soll der Bürger durch besondere Formvorschriften vor den Folgen übereilter oder unüberlegter Entscheidungen geschützt werden. Eine ausgewogene, unparteiliche Vertragsgestaltung dient der Absicherung der Interessen und der Belange aller Beteiligten. Wenn persönlich oder wirtschaftlich weitreichende Folgen drohen, ist der Weg zum Notar gesetzlich vorgesehen oder zumindest dringen anzuraten.

Bei den notariellen Aufgaben geht es hauptsächlich um:
- Immobilien und alle damit zusammenhängenden Verträge wie Kauf-, oder Schenkungen, Niesbrauch- und
  Wohnungsrecht, Grundschuld-, Hypothekenbestellungen
- Begründung von Wohnungseigentum
- Teilungserklärungen
- Erbrecht (Testamente, Erbverträge, Erb-, Pflichtteilsverzichtsverträge, Erbscheine, Nachlassauseinandersetzungen)
- Ehe und Familie (Eheverträge, Scheidungs- und Trennungsvereinbarungen, Partnerverträge, Adoptionen)
- Gesellschaftsrecht (Gründung oder Umgestaltung von Gesellschaften und Unternehmen, Registeranmeldungen usw.)
- Vereinsrecht (Vereinsregisteranmeldungen)
- Vorsorgevollmachten und Patientenverfügungen
- Beglaubigungen
 
Die Tätigkeit des Notars bei der Gestaltung von Urkunden, Erstellung von Vertragsentwürfen und Erklärungen ist immer mit einer eingehenden Beratung und Belehrung der Parteien verbunden.
 
Weitere Informationen finden Sie in nachfolgenden Links:
Bundesnotarkammer, Bundesnotarkammer Glossar, Westfälische Notarkammer , Vorsorgeregister Testamentsregister